Triodos Bank

13,5 Mrd. EUR

Das durch die Triodos Gruppe
– bestehend aus Triodos
Bank, Triodos Investment
Management und Triodos
Bank Private Banking –
verwaltete Gesamtvermögen
wuchs 2016 um
1,2 Mrd. EUR bzw. 9% auf
insgesamt 13,5 Mrd. EUR.

Die Gesamterträge der Triodos Bank wuchsen 2016 geringfügig um 3% auf 218 Mio. EUR (2015: 212 Mio. EUR). Triodos Investment Management und Triodos Investment & Advisory Services trugen mit einem Anteil von 31 Mio. EUR zu dieser Zahl bei (2015: 31 Mio. EUR). Die Provisionserträge beliefen sich 2016 auf 34% unserer Gesamterträge (2015: 32%) und entsprachen damit unseren Erwartungen.

Das verwaltete Gesamtvermögen von Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking wuchs um 1,2 Mrd. EUR beziehungsweise 9% auf 13,5 Mrd. EUR. Die Bilanzsumme der Triodos Bank erhöhte sich dank des stetigen Anstiegs der Einlagen und des im Jahresverlauf neu beschafften Kapitals in allen Niederlassungen um 11% auf 9,1 Mrd. EUR. Ohne die durch die Ergebnisse des Brexit-Referendums verursachte Abwertung des Pfund Sterling wäre die Bilanzsumme um 13% gestiegen. Damit liegt angesichts eines erwarteten Wachstums von 10% ein sehr positives Ergebnis vor.

Die Gesamtzahl der Kunden der Triodos Bank stieg um 7% etwas unterhalb der Wachstumserwartungen von 10% bis 15% und beläuft sich damit nun auf 652.000 Kunden.

Vor zwei Jahren haben wir die Definition eines Kunden klarer formuliert, sodass diese Daten konsistenter und genauer über alle Niederlassungen hinweg ausgewiesen werden. Wir weisen die Anzahl der Konten weiterhin im Abschnitt „Kennzahlen“ des Geschäftsberichts aus.

Das kontinuierliche Wachstum in der Kreditvergabe, im Einlagengeschäft und beim Eigenkapital trotz niedriger Zinsen und Renditen belegt, dass das Bekenntnis der Triodos Bank zu einem wertebasierten Banking für eine wachsende Zahl von Menschen und Unternehmen, die sich für eine weitaus bewusstere Wahl im Hinblick auf ihre Bank und die nachhaltige Ausrichtung ihres Kapitals entscheiden, wichtiger denn je ist.

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahresverlauf um 14%. Dieser erhebliche Anstieg war durch die Einführung eines neuen Beitrags zum niederländischen Einlagensicherungssystem, verstärkte Unternehmensmaßnahmen im Hinblick auf die Umsetzung sich schnell verändernder Vorschriften und strengerer aufsichtsrechtlicher Anforderungen sowie Investitionen in die Entwicklung des Unternehmens bedingt. Die Quote der betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den Erträgen stieg auf 79% (2015: 71%).

Das Ergebnis vor Steuern, die Wertberichtigungen für das Kreditportfolio und die Risikovorsorge Beteiligungen sanken auf 45,9 Mio. EUR (2015: 61,4 Mio. EUR). Die Wertminderungen für das Kreditportfolio beziehungsweise leistungsgestörte Kredite sanken auf 5,7 Mio. EUR (2015: 7,6 Mio. EUR). Dies entspricht 0,10% des durchschnittlichen Kreditportfolios (2015: 0,16%). Die relativ niedrige historische Wertberichtigungsquote spiegelt die tiefgreifenden Kenntnisse der Triodos Bank über die nachhaltigen Branchen, in denen sie aktiv ist, sowie die Stärke ihrer Beziehungen mit ihren Kreditnehmern wider.

28%

Das Ergebnis nach
Steuern betrug
29,3 Mio. EUR. Dies
entspricht einem
Rückgang von 28%.

Das Ergebnis nach Steuern sank aus den oben genannten Gründen um 28% auf 29,3 Mio. EUR (2015: 40,7 Mio. EUR). Die Triodos Bank erzielte 2016 eine Eigenkapitalrendite von 3,5% (2015: 5,5%). Bislang bestand das mittelfristige Ziel darin, die Eigenkapitalrendite in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld auf 7% zu steigern. Dieses Ziel sollte für die Art der Bankgeschäfte, für die die Triodos Bank steht, langfristig als realistischer Durchschnitt betrachtet werden. Wir waren uns im vergangenen Jahr jedoch darüber im Klaren, dass sich die Marktbedingungen verändert haben. Der aktuelle Trend sehr niedriger Zinssätze und steigender aufsichtsrechtlicher Kosten und Kapitalanforderungen setzte sich 2016 fort, weshalb die Eigenkapitalrendite wie erwartet geringer ausfiel. Die Triodos Bank erreichte 2016 dennoch ihr Ziel einer Eigenkapitalrendite zwischen 3% und 5%.

Unter den aktuellen Marktbedingungen wird sich die Triodos Bank zwar weiterhin um eine Verbesserung ihrer Rentabilität bemühen, rechnet jedoch nicht damit, dass sich dieses Ziel in den nächsten drei Jahren leicht übertreffen lassen wird. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in den nächsten Jahren Investitionen in die Entwicklung ihrer Aktivitäten im Investment Management, die Einführung von Girokonten in Großbritannien 2017 und die Eröffnung einer vollwertigen Niederlassung in Frankreich, vorbehaltlich weiterer Vorbereitungsmaßnahmen und der Genehmigung der Behörden, zu tätigen sind.

Da Kapital- und Liquiditätsanforderungen sogar noch weiter steigen können und angesichts unsicherer aufsichtsrechtlicher Entwicklungen, bevorzugen wir weiterhin die Wahrung einer relativ hohen Eigenkapitalbasis sowie eines deutlichen Liquiditätsüberschusses, was zusätzlichen Druck auf die Eigenkapitalrendite bedeutet. Vor diesem Hintergrund wird die Triodos Bank für 2017 erneut eine Eigenkapitalrendite von 3% bis 5% anstreben und rechnet damit, dieses Ziel im unteren Bereich dieser Bandbreite zu erreichen.

Das Ergebnis je Aktie, das auf Basis der durchschnittlichen Anzahl ausgegebener Aktien im Geschäftsjahr berechnet wird, lag bei 2,83 EUR (2015: 4,40 EUR). Dies entspricht einer Verringerung von 36% gegenüber dem Vorjahr, die sich aus einem geringeren Ergebnis nach Steuern ergibt. Der Gewinn wird teilweise ausgeschüttet.

652.000

Die Zahl der Triodos Bank
Kunden nahm um 7% zu
und lag damit unterhalb des Bereichs der Erwartungen
von 10% bis 15% Wachstum.
Ende 2015 hatte die Triodos
Bank mehr als 607.000
Kunden.

Die Triodos Bank schlägt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,95 EUR pro Aktie vor (2015: EUR 1,95). Dies entspricht einer Auszahlungsquote (Prozentsatz des als Dividende ausgeschütteten Ergebnisses nach Steuern) von 69% (2015: 44%). Wir verfolgen den Grundsatz, die Auszahlungsquote zwischen 50% und 70% zu halten.

Durch die Ausgabe Aktienähnlicher Rechte in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien und Deutschland, die sich insbesondere an Privatkunden richteten, konnte die Triodos Bank ihr Eigenkapital um 97 Mio. EUR erhöhen. Dies entspricht einem Zuwachs von 16%.

Die Anzahl der privaten Inhaber von Aktienähnlichen Rechten stieg 2016 weiter an. Das Gesamtwachstum ist zufriedenstellend und ausreichend, um die Kapitalanforderungen zu erfüllen. Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Inhaber Aktienähnlicher Rechte von 35.735 auf 38.138. Insgesamt konnte das Eigenkapital um 16% von 781 Mio. EUR auf 904 Mio. EUR erhöht werden. In dieser Zahl enthalten sind sowohl das frische Kapital als auch einbehaltene Gewinne. Auch 2016 wurde die Plattform der Triodos Bank für den Handel mit Aktienähnlichen Rechten erfolgreich betrieben. Ende 2016 lag der Nettovermögenswert (Net Asset Value) für jedes Aktienähnliche Recht bei 82 EUR (2015: 81 EUR).

Ende 2016 lagen der Gesamtwert der Eigenkapitalquote sowie die Kernkapitalquote bei 19,2% (2015: 19,0%). Die Triodos Bank strebt eine Kernkapitalquote von 16% in einem stabilen und vorhersehbaren aufsichtsrechtlichen Umfeld an.