Triodos Bank

10,6 Mrd. EUR

Das durch die Triodos
Gruppe - bestehend aus
Triodos Bank, Triodos
Investment Management
und Triodos Bank Private
Banking - verwaltete
Gesamtvermögen wuchs
2014 um 1 Mrd. EUR bzw.
10% auf insgesamt
10,6 Mrd. EUR.

Die Gesamterträge der Triodos Bank wuchsen 2014 um 16% auf 190 Mio. EUR (2013: 164 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Triodos Investment Management trug mit einem Anteil von 31 Mio. EUR zu dieser Zahl bei (2013: 25 Mio. EUR). Die Provisionserträge beliefen sich 2014 auf 33% unserer Gesamterträge (2013: 31%) und entsprachen damit unseren Erwartungen.

Das verwaltete Gesamtvermögen von Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking wuchs um 1,0 Mrd. EUR beziehungsweise 10% auf 10,6 Mrd. EUR.

Die Bilanzsumme der Triodos Bank erhöhte sich dank des stetigen Anstiegs der Einlagen und des im Jahresverlauf neu beschafften Kapitals in allen Niederlassungen um 11% auf 7,2 Mrd. EUR. Aufgrund des schwierigen Umfelds für die Kreditvergabe, des Schwerpunkts auf interne Verbesserungen in der Unternehmensführung und der Erfüllung gestiegener aufsichtsrechtlicher Anforderungen war mit einem Wachstum von 5% bis 15% gerechnet worden.

Die Gesamtzahl der Kunden der Triodos Bank stieg um 13%, entsprach damit den Wachstumserwartungen von 10% bis 15% und beläuft sich damit nun auf 530.000 Kunden. 
In diesem Jahr haben wir die Definition eines Kunden klarer formuliert, sodass diese Daten konsistenter und genauer über alle Niederlassungen hinweg ausgewiesen werden. 
Dazu gehört beispielsweise, dass nur der Begünstigte eines Kontos, z. B. ein junger Sparer, als Einzelkunde gezählt wird und nicht noch zusätzlich der oder die Betreiber der Konten. Zu Vergleichszwecken haben wir auch die Zahlen für 2013 unter Verwendung dieser Definition angepasst. Wir werden die Anzahl der Konten weiterhin im Abschnitt „Kennzahlen“ des Geschäftsberichts ausweisen.

Das moderatere Wachstum spiegelt die Bemühungen um ein ausgewogeneres Kredit/Einlagen-Verhältnis wider. Gleichzeitig zeigt das anhaltende Wachstum trotz extrem niedriger Zinssätze, dass immer mehr Menschen sich ganz bewusst für eine bestimmte Art von Bank als Partner für ihre Finanzgeschäfte entscheiden.

Der Gewinn wurde durch eine vom niederländischen Staat erhobene Sonderabgabe für Banken als Beteiligung an den Kosten für die Rettung der niederländischen SNS Bank erheblich geschmälert und belief sich auf 8,3 Mio. EUR. Aufgrund dieser Faktoren sowie wegen der Kosten für die Erfüllung der Basel III-Anforderungen, für die Verbesserungen im Risikomanagement und in der Unternehmensführung, für fortlaufende Investitionen im IT-Bereich und für die Zahlung zusätzlicher lokaler Banksteuern in Belgien und Spanien sind die betrieblichen Aufwendungen um 23% gestiegen. Dies wirkte sich auf die Quote der betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den Erträgen (Cost/Income-Ratio), die bei 73% lag (2013: 69%), sowie auf den Gewinn vor Steuern und das Ergebnis nach Steuern aus. Der Gewinn vor Steuern und vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich leicht von 51,0 Mio. EUR im Jahr 2013 auf 51,2 Mio. EUR.

17%

Das Ergebnis nach
Steuern betrug
30,1 Mio. EUR. Dies
entspricht einem
Wachstum von 17%.

Das Ergebnis nach Steuern konnte um 17% auf 30,1 Mio. EUR gesteigert werden (2013: 25,7 Mio. EUR). Der Hauptunterschied zwischen der Steigerung des Ergebnisses nach Steuern und dem Wachstum des Gewinns vor Steuern und vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergab sich aus einer deutlich niedrigeren Risikovorsorge im Kreditgeschäft für das Jahr 2014.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging von 0,49% des durchschnittlichen Kreditbuchs im Jahr 2013 auf 0,28% zurück, was die sorgfältige Verwaltung des qualitativ hochwertigen Kreditportfolios in allen Niederlassungen unterstreicht.

Die Triodos Bank erzielte 2014 eine Eigenkapitalrendite von 4,4% (2013: 4,3%). Mittelfristiges Ziel ist es, die Eigenkapitalrendite in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld auf 5% zu steigern. Dieses Ziel sollte für die Art der Bankgeschäfte, für die die Triodos Bank steht, langfristig als realistischer Durchschnitt betrachtet werden. Die voll entwickelten Niederlassungen der Bank haben bewiesen, dass dieses Rentabilitätsniveau unter stabilen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen erreichbar ist.

Als Folge des schwierigen Wirtschafts- und Finanzumfelds haben die Zentralbanken die Zinssätze auf historisch niedrigem Niveau gehalten, was die Erträge gedrückt hat. Gleichzeitig hat sich die Triodos Bank dafür entschieden, Kapitalquoten und Liquiditätspuffer weiterhin auf einem höheren Niveau zu halten, was zu einer geringeren Eigenkapitalrendite führt. Das Ergebnis nach Steuern wird auch durch die gestiegenen Kosten infolge der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften belastet.

In welchem Zeitraum die Triodos Bank ihr Ertragsziel von 7% erreichen wird, hängt weiterhin von den Chancen ab, die sich am wachsenden Nachhaltigkeitsmarkt ergeben. 
Die Triodos Bank wird weiter an der Verbesserung ihrer Rentabilität arbeiten, rechnet jedoch unter den derzeitigen Marktbedingungen nicht damit, dieses Ziel in den nächsten drei Jahren zu erreichen. Wir arbeiten heute mit einem relativ hohen Eigenkapitalniveau und halten einen erheblichen Liquiditätsüberschuss vor. Dies hat jedoch eine niedrigere Eigenkapitalrendite zur Folge. Wir rechnen auch mit einem relativ starken Anstieg der Gemeinkosten aufgrund der Umsetzung der Aufsichtsvorschriften der Europäischen Zentralbank.

Das Ergebnis je Aktie, das auf Basis der durchschnittlichen Anzahl ausgegebener Aktien im Geschäftsjahr berechnet wird, lag bei 3,41 EUR (2013: 3,23 EUR). Dies entspricht einer Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn wird teilweise ausgeschüttet.

530.000

Die Zahl der Triodos Bank
Kunden nahm um 13% zu
und lag damit im Bereich
der Erwartungen von 10%
bis 15% Wachstum. Ende
2014 hatte die Triodos Bank
mehr als 530.000 Kunden.

Die Triodos Bank schlägt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,95 EUR pro Aktie vor (2013: EUR 1,95). Dies entspricht einer Auszahlungsquote (Prozentsatz des als Dividende ausgeschütteten Ergebnisses nach Steuern) von 57% (2013: 60%).

Durch Emissionen aktienähnlicher Rechte in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien und erstmals in Deutschland, die sich insbesondere an Privatkunden richteten, konnte die Triodos Bank ihr Eigenkapital um 23 Mio. EUR erhöhen. Dies entspricht einem Zuwachs von 4%.

Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Inhaber aktienähnlicher Rechte von 31.304 auf 32.591. Insgesamt konnte das Eigenkapital um 8% von 654 Mio. EUR auf 704 Mio. EUR erhöht werden. In dieser Zahl enthalten sind sowohl das frische Kapital als auch der erwirtschaftete Gewinn (abzüglich einer Dividende). Auch 2014 wurde die Plattform der Triodos Bank für den Handel mit aktienähnlichen Rechten erfolgreich betrieben. Ende 2014 lag der Nettovermögenswert (Net Asset Value) für jedes aktienähnliche Recht bei 78 EUR (2013: 77 EUR).

Von Anfang 2008 bis 2013 wurde die Eigenkapitalquote, eine wichtige Kennzahl für die Bonität einer Bank, nach den Richtlinien von Basel II berechnet. 2014 erfolgte die Berechnung der Eigenkapitalquote auf Grundlage der Berichtsanforderungen gemäß Capital Requirement Directive (CRD) und Capital Requirement Regulation (CRR). Ende 2014 lag die Eigenkapitalquote insgesamt bei 19,0% (2013: 17,8%). Die Triodos Bank strebt eine Eigenkapitalquote von mindestens 14% an. Die Kernkapitalquote lag bei 19,0% (2013: 17,8%).