Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Triodos Bank ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden und Kontrahenten zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht erfüllen kann, ohne untragbare Verluste zu erleiden.

Die Triodos Bank nimmt auf der einen Seite Spar- und Termineinlagen von Kunden herein, die sie auf der anderen Seite als Kredit ausreicht. Der Liquiditätsüberschuss wird hauptsächlich bei der EZB oder bei Finanzinstituten platziert oder in Anleihen investiert. Die Triodos Bank ist sehr liquiditätsstark und refinanziert sich ausschließlich aus Einlagen privater Kunden sowie kleinerer und mittlerer Unternehmen. Folglich muss sich die Triodos Bank nicht am Interbanken- und Kapitalmarkt refinanzieren. Die Triodos Bank überprüft anhand von Stressszenarien regelmäßig ihre Liquiditätsposition. Diese Stresstests lieferten 2013 zufriedenstellende Ergebnisse. Im Falle einer zukünftigen Liquiditätskrise zu treffende Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung sind im Liquidity Contingency Plan näher erläutert.

Die einzelnen Niederlassungen melden wöchentlich detaillierte Liquiditätspositionen an den Finanzvorstand. Der ALM-Ausschuss berichtet monatlich über die Liquiditätsquoten gemäß Basel III.

  • Liquidity Coverage Ratio (LCR): Die Mindestliquiditätsquote soll sicherstellen, dass Banken über ausreichend unbelastete hochliquide Vermögenswerte verfügen, um ein von den Aufsichtsinstanzen definiertes Liquiditätsstressszenario über einen Zeitraum von 30 Tagen zu überstehen.
  • Net Stable Funding (NSF) Ratio: Die strukturelle Liquiditätsquote gibt auf Basis des Liquiditätsprofils der Aktiva und außerbilanziellen Posten das Verhältnis zwischen verfügbarer und erforderlicher stabiler langfristiger Refinanzierung an.

Diese Quoten stehen in Einklang mit den Basell III-Richtlinien, sind aber aufsichtsrechtlich noch nicht verbindlich. Demnach müssen Banken bis 2015 nur eine Mindestliquiditätsquote von 60% erreichen. In den Folgejahren erhöht sich die Anforderung dann jeweils um 10 Prozentpunkte pro Jahr, so dass sie im Jahr 2019 100% erreicht. Die verbindliche Einführung der NSFR als Mindeststandard soll 2018 erfolgen. Da diese beiden Quoten für die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors jedoch von zentraler Bedeutung sind, hat die Triodos Bank beide Indikatoren bereits als Bestandteil der internen Berichterstattung und Messung des Liquiditätsrisikos etabliert.

Belastung von Vermögenswerten (Asset Encumbrance)

Bei Vermögenswerten kann unterschieden werden zwischen Vermögenswerten, an denen zu Finanzierungszwecken Sicherungsrechte bestellt wurden (belastete Vermögenswerte) und Vermögenswerten, die für potenziellen Finanzierungsbedarf zur Verfügung stehen (nicht belastete Vermögenswerte).

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2013
Beträge in Mio. EUR

Belastet

Nicht belastet

 

Art der Vermögenswerte

Als Sicherheit verpfändet

Sonstige1

Als Sicherheit verwendbar2

Sonstige

Gesamt

 

 

 

 

 

 

Barreserve und sonstige liquide Mittel

 

42,5

1.404,8

 

1.447,3

Sonstige Wertpapiere

10,0

 

1.171,7

90,5

1.272,2

Forderungen an Kunden

 

 

 

3.544,7

3.544,7

Sonstige Finanzanlagen

 

 

 

131,6

131,6

Nicht-finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

50,9

50,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe Aktiva

10,0

42,5

2.576,5

3.817,7

6.446,7

 

 

 

 

 

 

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2012
Beträge in Mio. EUR

Belastet

Nicht belastet

 

Art der Vermögenswerte

Als Sicherheit verpfändet

Sonstige1

Als Sicherheit verwendbar2

Sonstige

Gesamt

1

Vermögenswerte, die nicht zur Besicherung verwendet werden dürfen. Dabei handelt es sich um Einlagen bei Zentralbanken.

2

Vermögenswerte, an denen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs unmittelbar Sicherungsrechte zu Finanzierungszwecken bestellt werden können. Dabei handelt es sich um Vermögenswerte, die von Zentralbanken oder am Repo-Markt akzeptiert werden.

 

 

 

 

 

 

Barreserve und sonstige liquide Mittel

 

34,1

907,6

 

941,7

Sonstige Wertpapiere

14,2

 

771,8

110,5

896,5

Forderungen an Kunden

 

 

 

3.285,4

3.285,4

Sonstige Finanzanlagen

 

 

 

116,4

116,4

Nicht-finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

50,9

50,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Summe Aktiva

14,2

34,1

1.679,4

3.563,2

5.290,9

 

 

 

 

 

 

Liquidity Coverage Ratio

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Beträge in Mio. EUR

2013
Gesamt­betrag

2013
Gewichteter Betrag

2012
Gesamt­betrag

2012
Gewichteter Betrag

 

 

 

 

 

Bestand an hochliquiden Aktiva:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtbestand an hochliquiden Aktiva

1.809

1.802

1.021

1.021

 

 

 

 

 

Zahlungsmittelabfluss, gesamt

6.242

665

5.116

715

 

 

 

 

 

Zahlungsmittelzufluss, gesamt

462

445

458

416

Obergrenze für Zahlungsmittelzuflüsse

 

499

 

536

 

 

 

 

 

Nettozahlungsmittelabfluss

 

220

 

299

 

 

 

 

 

Liquidity Coverage Ratio

 

818%

 

342%

 

 

 

 

 

Der Nettozahlungsmittelabfluss muss durch hochliquiden Aktiva abgedeckt sein, die Quote muss also mindestens 100% betragen.

Net Stable Funding Ratio

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Beträge in Mio. EUR

2013
Gesamt­betrag

2013
Gewichteter Betrag

2012
Gesamt­betrag

2012
Gewichteter Betrag

 

 

 

 

 

Summe Verfügbare stabile Refinanzierung

6.405

5.206

5.255

4.312

 

 

 

 

 

Summe Erforderliche stabile Refinanzierung

7.108

3.604

5.987

3.359

 

 

 

 

 

Net Stable Funding Ratio

 

144%

 

128%

 

 

 

 

 

Die Net Stable Funding Ratio muss über 100% betragen. Das bedeutet, dass die erforderliche stabile Refinanzierung durch die verfügbare stabile Refinanzierung abgedeckt sein muss.